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Fisten

Die Faust ist der neue Schwanz – für viele wohl unvorstellbar und doch eine Praktik die zunehmend Anhänger findet. Faust-Ficken, klingt ja auch hart und kann abschrecken. Die Erfahrung ist sehr intim und intensiv. Fisten erlaubt es, seinen Partner von innen zu erfühlen und zu stimulieren. Der After wie auch die Prostata können so sehr direkt und ausgiebig stimuliert werden. Dabei kann es von zart bis auch sehr hart zugehen. Der After, der Mastdarm wie auch der absteigende Teil des Dickdarms sind sehr sensible und verletzliche Teile des Körpers.

Wichtig ist es darauf zu achten, dass Handschuhe getragen und ausreichend Gleitmittel verwendet werden. Safer Sex muss beim Fisten allerdings weiter gefasst werden. Da es beim Fisten öfter zu kleinen Blutungen kommen kann, ist die Ansteckungsgefahr gerade mit Hepatitis C hoch. Safer Fisten muss gerade für Männer, die als Gleitmittel Crisco oder Gleitcreme nicht aus einer Tube sondern aus einem Topf verwenden, heissen: pro Mann, ein Topf und ein Paar Handschuhe. Also Handschuhe nicht für mehrere Personen verwenden und am besten hat jeder Passive gleich seinen eigenen Crisco-/Gleitcreme-Topf.

Eine gute Vorbereitung ist alles. Dazu gehört für den grössten Teil der Praktizierenden eine Analspülung. Kurze gefeilte Fingernägel verringern das Verletzungsrisiko des passiven Partners wie auch das Reissen der Latexhandschuhe.

Crisco ist eigentlich ein Backfett aus den USA, das hier in der Schweiz nicht zu diesem Zweck verkauft werden darf. Als Gleitmittel zusammen mit Latexkondomen ist es nicht geeignet.

Wie bei allen härteren Sexspielen ist es beim Fisten besonders wichtig, Vertrauen in seinen Partner zu haben und die gegenseitigen Grenzen zu kennen und zu respektieren.

Wenn man den oben erwähnten Sicherheitsvorkehrungen folgt, ist ein Verletzungs-, wie ein Ansteckungsrisiko fast gänzlich auszuschliessen.