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Beschneidung

Unter Beschneidung versteht man die teilweise oder vollständige Entfernung der Vorhaut des männlichen Penises. Sie wird aus medizinischen Gründen, etwa bei einer Phimose (Vorhautverengung), aber auch kulturell oder religiös bedingt vorgenommen.

Einige Männer entscheiden sich ohne medizinischen Grund dazu, sich beschneiden zu lassen. Die Haut der Peniseichel wird dadurch etwas desensibilisiert. Heute wird der Eingriff ambulant und unter Lokalnarkose durchgeführt. Nach ca. 4 Wochen ist das beste Stück wieder einsatzbereit. Bei erwachsenen Männern wird oft, gerade wenn kein medizinischer Grund für eine Beschneidung vorliegt, nur gerade das Frenulum, das Bändchen auf der Unterseite der Peniseichel durchtrennt und nicht die ganze Vorhaut entfernt. In der Vorhaut, vor allem dem Frenulum finden sich mehr Nervenfasern und dadurch auch Nervenenden als in der Peniseichel. Die Vorhaut ist also eines der sensibelsten Bestandteile des Penis, vergleichbar mit Lippen oder Fingerspitzen.

Verschiedene Studien zum Thema Beschneidung und HIV zeigen, dass das HIV-Infektionsrisiko beim ungeschützten Geschlechtsverkehr mit HIV-infizierten Partner für den aktiver Partner geringer ist, falls dieser beschnitten ist. Daher hat die WHO ihren Mitgliedstaaten empfohlen, die Beschneidung als Element der Anti-Aids-Strategie aufzunehmen. Dies wurde von mehreren Seiten kritisiert. Die Beschneidung schliesst eine HIV-Infektion nämlich nicht aus. Beschnittene Männer würden sich in einer falschen Sicherheit wiegen, was verheerende Folgen haben könnte.

Weitere Studien weisen auf die Verringerung des Peniskrebsrisikos durch Beschneidung hin. Allerdings ist Peniskrebs selten und das Risiko wird auch durch angemessene Körperhygiene vermindert.

Eine Beschneidung ist also kein Schutz vor HIV und anderen STI! Der einzige Schutz beim Analverkehr bleibt das Präservativ.